Über 100 Aktivisten demonstrieren beim Hofer Ostermarsch für Frieden und Abrüstung 2022

27. April 2022

Aus der Frankenpost vom 19. April 2022

FRIEDEN SÄEN STATT KRIEG!

Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen – stoppt den Hochrüstungswahnsinn!

Hofer Ostermarsch 2022 am Karsamstag

11. April 2022

Ein breites Bündnis aus acht Organisationen und zwei prominenten Einzelpersonen unterstützen in diesem Jahr den Aufruf zum Hofer Ostermarsch, darunter der DGB Hochfranken, „Hof ist bunt, nicht braun“ und die VVN-BdA Hof-Wunsiedel .

Beginn : 11 Uhr Bernh.-Lichtenberg-Platz (vor der Marienkirche)

Aus dem Aufruf:

Stoppt den Krieg! Frieden für ganz Europa! Nein zur Aufrüstung!
Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine. Dieser Krieg
verursacht unsägliches Leid und verwüstet das Land. Für ganz Europa droht eine Eskalation bis
hin zum Atomkrieg. Schluss damit! Die Menschen in der Ukraine, in Russland und in Europa
brauchen eine friedliche Lösung. Die internationale Staatengemeinschaft muss alles für eine
Verhandlungslösung unternehmen. Wie in Artikel 2 der Charta der Vereinten Nation festgelegt,
ist alles zu unterlassen, was gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische
Unabhängigkeit eines Staates gerichtet ist.
Sicherheit gibt es nur als gemeinsame Sicherheit für alle!
Ein sofortiger Waffenstillstand und der Beginn von Friedensverhandlungen müssen der Einstieg in
ein Konzept der gemeinsamen Sicherheit in Europa sein. Langfristig muss wieder der Aufbau
einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur das Ziel sein. Die Ängste in Russland angesichts einer
NATO-Osterweiterung sind genauso ernst zu nehmen wie die Bedrohungsängste anderer
europäischer Länder. Die Spirale der Hochrüstung muss gestoppt werden.
Frieden schaffen mit immer mehr Waffen?
Der zwanzigjährige Krieg der NATO-Staaten mit deutscher Beteiligung in Afghanistan zeigt
exemplarisch: Krieg löst kein einziges Problem, im Gegenteil: Die Situation für die Bevölkerung
in Kriegsgebieten verschlechtert sich katastrophal.
Wir lehnen das Vorhaben ab, jährlich mehr als 2 % der Wirtschaftsleistung für das Militär
auszugeben und zusätzlich einen Sonderfonds über 100.000.000.000 Euro für die Bundeswehr
aufzulegen. Auf den Kauf atomwaffenfähiger Kampfjets muss verzichtet werden. Durch die
Anschaffung bewaffneter Drohnen wird der Weg zur automatisierten Kriegführung ermöglicht.
Für eine friedenspolitische Wende!
Rüstung entzieht bereits im Frieden dringend benötigte Mittel für Soziales und Bildung. Auch die
Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Jeder Euro, der für Panzer und
Kampfjets verpulvert wird, fehlt für den dringenden sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft.
Die Chancen, die Auswirkungen der Klimakatastrophe anzugehen sowie Hunger und Not in der
Welt zu verringern, werden durch Kriege und Aufrüstung drastisch reduziert. Die globalen
Probleme können nur gemeinsam gelöst werden.

Aufbruch für den Frieden:
 Konflikte diplomatisch lösen – weltweit
 Abrüstung statt Aufrüstung
 Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages durch die Bundesregierung – Keine
„atomare Teilhabe“ Deutschlands
 Keine Anschaffung von bewaffneten Drohnen
 Keine Waffenexporte
 Fluchtursachen angehen, wirtschaftliche Ausbeutung beenden
 Aktive Friedenspolitik, vertrauensbildende Maßnahmen und Aufbau kollektiver
Sicherheitssysteme unter Einbeziehung von Russland.

DGB Hochfranken; Hof ist bunt, nicht braun; GEW Hof- Wunsiedel; VVN-BdA Hof-Wunsiedel; Verein gegen das Vergessen (Schwarzenb./Saale); DKP Hof; Bündnis 90 / Die Grünen Ralf Reusch und Mirjam Kühne; Die Linke Hochfranken

Antimilitaristische Führung rund um den Hofer „Sämann“

29. März 2022

Teilnehmer und Teilnehmerinnen an der antimilitaristischen Führung des DGB-VVN-BdA- „Denk-mal!-Projekts vor dem Obelisken im Hofer Wittelsbacher Park , der an den Sieg im deutsch-französischen Krieg erinnert; Randolph Oechslein (rechts) erläutert die historischen Zusammenhänge.

Zu einer Führung rund um den Wittelsbacher Park “Auf den Spuren von Rache, Widerstand und Trauer” hatte das “Denk-mal!”-Projekt eingeladen. Ende vergangenen Jahres war diese Initiative bekanntlich vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Hochfranken und dem Kreisverband der Antifaschisten (VVN-BdA) gegründet worden.

Die zentrale Riesenskulptur weiter hinten im Park, der Hofer „Sämann“, war schon vor seiner Aufstellung 1927, nicht einmal zehn Jahre nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs, äußerst umstritten. Randolph Oechslein, der als ehrenamtlicher Lokalhistoriker bereits eine Reihe antifaschistischer Stadtführungen durchgeführt hat, rief sehr anschaulich die historischen Zusammenhänge der diversen Denkmäler, Gedenktafeln etc. im Wittelsbacher Park in Erinnerung. Millionen und Abermillionen Menschen waren für jene Kriege geopfert worden.

Das Denk-mal!-Projekt „Sä endlich Frieden, Mann!“, in dem vorwiegend junger Gewerkschaftsmitglieder und Antifaschistinnen und Antifaschisten zusammenarbeiten, will mit vielfältigen Aktionen eintreten für Frieden und Völkerverständigung. Aus dem martialisch drohenden „Sämann“ soll ein „Sämann des Friedens“ werden und aus dem Wittelsbacher Park ein heller, aber auch besinnlicher Freizeitpark des friedlichen Zusammenlebens werden.

Von deutschem Boden soll nie wieder ein Krieg ausgehen!

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Gedenken an 5 Jahre Stolpersteinlegung

13. August 2020

VVN-BdA kurz vor und nach der Sommerpause: Erinnerung an fünf Jahre Stolpersteinlegung und an den 112. Geburtstag von Rosa Opitz

Fest verknüpft mit der Erinnerungsarbeit an den Widerstand in Hof sind die Namen Hans Merker (KPD) und Rosa Opitz (SPD).

Eine junge Kameradin putzt den Stolperstein für den kommunistischen Hofer Widerstandskämpfer Hans Merker anlässlich des Gedenkens am 30. Juli 2020.

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der Stolpersteinlegung für den Nazigegner Merker kam eine beachtliche Runde von Antifaschistinnen und Antifaschisten auf Einladung von VVN-BdA und DKP Hof zu einem kurzen Gedenken an der Messingplakette im Gehsteig der Döbereinerstraße 12, dem einstigen Wohnsitz von Merker und seiner Frau Anna, zusammen.

Der Hofer DKP-Vorsitzende Randolph Oechslein erinnerte daran, dass die Initiative für diesen Stolperstein aus der AG „Schule ohne Rassismus – mit Zivilcourage“ des Jean-Paul-Gymnasiums hervorging. Kamerad Oechslein, der seit Jahren zur Biografie Merkers forscht, machte auf die fatale Kontinuität rechten Terrors seit der Weimarer Republik bis in die Gegenwart aufmerksam.

Schon vor 1933 hätten Nazigegner wie Merker vor Kriegsvorbereitung und Hochrüstung gewarnt, sagte die Kreisvorsitzende der VVN-BdA, Eva Petermann. „Nie wieder Krieg“ sei in der Tat hochaktuell, auch die Pläne seitens des Verteidigungsministeriums zur Einführung neuer, bewaffneter Kampfdrohnen. Sie sprach sich für weltweite Abschaffung aller Atomwaffen aus, auch mit Blick auf die Jahrestage der Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki Anfang August.

Abschließend forderte Janson Damasceno, Kreisvorsitzender der Partei DIE LINKE, mit Nachdruck die Auflösung rechtsterroristischer Netzwerke in Polizei und Bundeswehr, nicht zuletzt angesichts der Anschläge von Hanau, Halle und Kassel.

Mit dem Gedenken am Stolperstein verabschiedete sich der VVN-BdA-Kreisvorstand in die Sommerpause. Im September soll es weitergehen u.a. mit einer weiteren Rosenpflanzung am 14.9. im Zusammenhang mit dem „work in progress“ „Rosen für Rosa“ auf der Grünanlage im „Vertel“ . Bekanntlich erhielt diese vor zwei Jahren nach einer dynamischen Unterschriften-Kampagne, initiiert von Eva Petermann und vor allem getragen von Hofer Frauen, und nach einstimmigem Stadtratsbeschluss den Namen Rosa-Opitz-Platz, zu Ehren der beherzten Nazigegnerin und späteren SPD-Stadträtin.

Für Ende September plant die Kreisvereinigung eine Studienfahrt zur Gedenkstätte Mittelbau-Dora nahe Nordhausen. Dieses KZ war das letzte von den Nazis gegründete KZ-Hauptlager. Es steht exemplarisch für die mörderische Zwangsarbeit in der deutschen Rüstungsindustrie. Dort können das Gelände mit Appellplatz und Krematorium sowie eine Filmdoku mit Originalaufnahmen von der Befreiung des KZ bzw. die sehr aussagestarke Dauerausstellung angesehen werden.

Ob die Stollenanlage im Kohnstein geöffnet wird, ist aus Infektionsschutzgründen unsicher. Hier hatten Wernher von Braun und u.a. auch der Ingenieur Günter Fuchs aus Schwarzenbach/Saale an der Konstruktion der V2-Rakete gearbeitet. Unzählige KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene bezahlten hier für die größenwahnsinnigen Weltmachtpläne des NS-Regimes mit dem Leben.

Auf dem Rückweg der Studienfahrt, die von „Demokratie leben“ und dem DGB Kreis Hof gefördert wird, gibt es in einen Zwischenstopp am Bahnhof von Roßla, wo Hans Merker bei seiner Flucht vom Transportwaggon ermordet wurde.

Die Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora findet statt am Samstag, 26. September ; Abfahrt ca. 7.30 Hof Freiheitshalle; Rückkehr spätestens 20 Uhr; Teilnehmerbeitrag: 10 Euro; ermäßigt 5 Euro. Die Durchführung steht unter dem Vorbehalt der aktuellen Pandemie-Situation. ANMELDUNGEN bitte möglichst bis 5. September 2020 bei Eva Petermann persönlich oder über die Homepage der Kreisvereinigung: https://hof.vvn-bda.de/

Aktuelle Meldung : Erfolg der Proteste: Freistaat klagt gegen Verweigerung der Revision! VVN-BdA empört über Gerichtsurteil zu einstigem Oberprexer Nazi-Treffpunkt / “Fatal falsches Signal“

27. Juli 2020

Scharfe Kritik übt die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Hof-Wunsiedel an der Entscheidung des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zu dem einstigen Neonazitreffpunkt in Oberprex.
Zwar räumen die Münchner Richter ein, dass im Prinzip eine „Einziehung im Rahmen eines Vereinsverbots unter engen Voraussetzungen zulässig“ sei. Schließlich stand, so die VVN-BdA, auch das „Gemeinwohl“ der Gemeinde Regnitzlosau auf dem Spiel, wie es in Art. 14 und 15 des Grundgesetzes, den Enteignungsparagrafen, angesprochen ist.

Den Ausschlag aber gab anscheinend ausgerechnet eine Einschätzung aus dem eigenen Hause, durch den bayerischen Verfassungsschutz: Die Neonazikameradschaft sei dermaßen konspirativ vorgegangen, dass der Hausherrin eine Kenntnis von „der Nutzung durch das mittlerweile verbotene Freie Netz Süd (FNS)“ nicht zweifelsfrei nachzuweisen sei. Für den VVN-BdA-Kreisvorstand „angesichts des jahrelangen Treibens in dem Anwesen eine nahezu absurde Fehleinschätzung.“ Diese stehe überdies im direkten Widerspruch zu früheren Aussagen der Behörde selbst.

Vor fast genau zwei Jahren wurde jene „Beschlagnahmung und Einziehung“ vom Verwaltungsgericht Bayreuth juristisch abgesegnet. Thomas Etzel, stellvertretender VVN-Vorsitzender, zitierte die damalige Bewertung des Innenministeriumsvertreters vor Gericht: Die Schutzbehauptung der Vermieterin, wenig mitbekommen zu haben, nannte dieser seinerzeit „völlig lebensfremd“. Obendrein, so die Aussage der beklagten Behörde, habe seinerzeit das Landratsamt in Hof Gentschs Mutter extra angeschrieben, um sie auf die verfassungswidrigen Aktivitäten hinzuweisen.

Nicht zuletzt angesichts der Mordanschläge in Halle, Hanau und Kassel, des gefährlichen Erstarkens des AfD-„Flügels“, angesichts von Nazi-Netzwerken bei Bundeswehr und Polizei usw. „setzt das Urteil von München ein fatal falsches Signal.“ Die Landesregierung müsse gegen die Nichtzulassung der Revision baldmöglichst Beschwerde einlegen. Das werde „der Prüfstein dafür sein, wie ernst die öffentlichen Beteuerungen gegen den Rechtsterror zu nehmen sind“, erklärt der VVN-BdA-Kreisvorstand abschließend.

(Aus der Pressemitteilung der VVN-BdA vom 14.7.20)


Thomas Etzel aus dem Kreisvorstand verabschiedet / Erinnerung an Esther Bejerano

27. Juni 2022

Auf einer a.o. Kreismitgliederversammlung wurde das langjährige VVN-BdA-Kreisvorstandsmitglied Thomas Etzel verabschiedet, da er aus Hof wegzieht. Außer einer Reihe von VVN-BdA-Mitgliedern, darunter zwei neue Mitglieder, konnte Versammlungslieterin Ulrike Dierkes-Morsy auch Weggefährtinnen und Weggefährten begrüßen. Zunächst warf die Kreisvorsitzende Eva Petermann einen Blick auf Aktivitäten des letzten Jahres sowie auf die Planung in den nächsten Monaten. Danach erinnerte Randolph Oechslein mit einer Presseschau an wichtige Stationen der gemeinsamen Arbeit – erfolgreiche Aktionen wie die Benennung der Dr. Dietlein-Straße und des Rosa-Opitz-Platzes, an Gedenkveranstaltungen für Hofer Widerstandskämpfer, z.B. erst kürzlich für den Kommunisten Ewald Klein. Aber auch an markante Stellungnahmen, mit denen sich Thomas Etzel als stellvertretender Kreisvorsitzender zusammen mit Eva Petermann gegen die Bespitzelung durch den Verfassungsschutz und für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit stark machten.

Die Kreisvorsitzende bedankte sich bei dem sichtbar bewegten Kameraden für sein Engagement mit einem Buchgeschenk. Zur allgemeinen amüsierten Überraschung präsentierte Petermann außerdem seine – fingierte – V-Schutz-Akte, die „Akte Etz“, eine Auswahl der Zeitungsartikel über erfolgreiche Aktionen und einiges mehr. Von seinem Stadtrats- und einstigen Fußballkollegen Reinhard Meringer erhielt er einen nagelneuen Fußball als Abschiedsgeschenk. In den Stadtrat wird nun für die Partei Die Linke Janson Demasceno da Costa e Silva als Nachrücker einziehen, der ebenfalls zur Versammlung gekommen war. Er übernimmt den kürzlich von Thomas Etzel gestellten Antrag auf Umwidmung des Kriegerdenkmals „Sämann“ im Wittelsbacher Park.

Esther Bejerano mit der Microphone Mafia bei ihrem Auftritt 2016 im Hofer Haus der Jugend

Den Abschluss der stimmungsvollen Veranstaltung bildeten Ausschnitte aus einem Konzert Esther Bejeranos in Kassel, zusammen mit der Microphone Mafia. Die bekannte Holocaust-Überlebende und VVN-BdA-Ehrenpräsidentin, die 2016 auch in Hof aufgetrat, war im vergangenen Jahr hochbetagt gestorben. Sie bleibt unvergessenes Vorbild.

Neue Gedenktafel für Hofer Widerstandskämpfer Ewald Klein an einstiger Ewald-Klein-Brücke eingeweiht

26. Mai 2022

Anlässlich des 80. Todestages des Hofer Widerstandskämpfer Ewald Kleins (KPD) hat OB Eva Döhla (SPD) zusammen mit Kulturamtsleiter Peter Nürmberger am Mittwoch eine neue Gedenktafel eingeweiht. Diese befindet sich nun an markanter Stelle an genau jener Brücke, die einst unmittelbar nach Kriegsende, am 18.9. 1945, nach ihm benannt worden war. 1948 warf der Kalte Krieg schon seine Schatten voraus. So wurde die große, viel befahrene Brücke nach Friedrich Ebert (SPD) umbenannt. Der 1942 von den Nazis ermordete Nazi- und Kriegsgegner wurde mit einer Gedenktafel an seinem ehemaligen, nahe gelegenen Wohnhaus in der Fabrikzeile „abgespeist“. Diese fristete dort eher ein Schattendasein, zumal ihr z.T. doppeldeutiger Text mehr irritierte als informierte.

Der bekannte Hofer Antifaschist und Lokalhistoriker Randolph Oechslein konnte über die Jahre hinweg viele, z.T. ungeklärte Details aus dem Leben des gelernten Schlossers erforschen. U.a. konnte der Vorsitzende der DKP Hof zweifelsfrei belegen, dass Ewald Klein, ein vielseitig interessierter und beruflich wie im Sport erfolgreicher Hofer Aktivist, nicht etwa an Typhus gestorben war, sondern feige von SS auf dem Weg zum Arrest erschossen wurde.

Bereits der einstige Hofer Stadtrat der KPD, Rudolf Macht, hatte Ewald Klein wie auch zahlreiche andere Nazigegner in seiner 1986 erschienen mehrbändigen „Geschichte der Hofer Arbeiterbewegung“ gewürdigt. Allerdings musste er bei seinen umfangreichen Forschungen, insbesondere auch über die Widerstandsgruppe um Hans Merker, Philipp Heller und Ewald Klein, vieles offen lassen.

Auch der sehr ausführliche Eintrag im Internet wird nun noch weiter aktualisiert werden: wikipedia.org/wiki/Ewald_Klein

Tag der Befreiung vom Faschismus 2022 – Rote Nelken für sowjetische Soldaten und Opfer der Zwangsarbeit in Hof

12. Mai 2022

Mit roten Nelken schmückten auch und gerade in diesem Jahr Hofer Antifaschistinnen und Antifaschisten auf dem Hofer Friedhof die Grabsteine „unbekannter russischer Soldaten“, wie zumeist die Inschrift lautet. Sie ehrten damit sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die nach Hof verschleppt wurden und hier starben. Zuvor hatten sie auch das Gemeinschafts-Ehrengrab der drei kommunistischen Hofer Widerstandskämpfer Ewald Klein, Philipp Heller und Hans Merker besucht. Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

8. Mai, Tag der Befreiung: „Nie wieder Krieg von deutschem Boden“

6. Mai 2022

Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und gesellschaftliche Ausgrenzung haben Konjunktur… Zugleich wird antifaschistische Gegenwehr kriminalisiert. Der rasante Aufstieg neofaschistischer und rechtspopulistischer Kräfte in nahezu allen europäischen Ländern verlangt entschiedenen Widerstand.

Der Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe Krieg führender Länder stellt einen Bruch mit dem Nachkriegskonsens „Nie wieder Krieg von deutschem Boden“, dar – der wichtigsten Lehre aus der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. In vielen Ländern der Welt toben Kriege, sind gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung deutsche Waffen – und oft auch deutsches Militär – beteiligt.

Wir erinnern am 8. Mai an die Hoffnung der Befreiten auf eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung und treten für eine neue Welt des Friedens und der Freiheit ein, wie es die befreiten Häftlinge von Buchenwald geschworen haben: Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Wir unterstützen den Friedensappell ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener vom 1. September 2014, die zur Versöhnung zwischen Ukrainern und Russen aufrufen: „Besinnt Euch! Erstickt Euren Hass, redet miteinander statt aufeinander zu schießen! Hört auf uns, die in faschistischen Lagern das wenige Brot miteinander teilten. Benehmt Euch wie Mitglieder einer Familie, in der man sich streitet im Bewusstsein gegenseitigen Respekts und sich wieder verträgt.

Macht endlich Frieden miteinander!

(Aus dem Aufruf der Berliner Organisation der VVN-BdA zum 8./9. Mai 2022)

Freitag, 4. März, Mahnwache in Hof „Für Frieden in der Ukraine und weltweit“

2. März 2022

Rund 40 Menschen nahmen am 4. März an der Mahnwache für den Frieden auf dem Bernh.-Lichtenberg-Platz, vor der Marienkirche in Hof, teil. Initiiert von Janson Damasceno von der Partei Die Linke, wurde sie unterstützt von der VVN-BdA Hof-Wunsiedel, vom KV des DGB, dem GEW- KV und der DKP Hof. Auf Bannern und Schildern wurde „Frieden und MIR (russ.)“ gefordert sowie Waffenstillstand, Verhandlungen und Abrüstung statt Hochrüstungsorgien der Ampelkoalition.
Stoppt die Eskalation! Die Waffen nieder! Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Friedensaktionen in Hof – Die Waffen nieder!

1. März 2022

Kommt zur Mahnwache am Freitag, 4. März, 18 Uhr, Bernhard-Lichtenberg-Platz! Unterstützt die Aktionen der Friedensbewegung!

Die Kreisvorstände von DGB Hochfranken und GEW Hof-Wunsiedel sowie unserer VVN-BdA Hof-Wunsiedel rufen auf ebenso wie die Initiatorin der Aktion, die Partei Die Linke“, und die DKP Hof.

Foto: Randolph Oechslein

Friedenskunstaktion am „Sämann“: Das neu gegründete Denk-mal!-Jugendprojekt machte am 26. Februar die Riesenskulptur im Wittelsbacher Park für einen Nachmittag am „Sämann des Friedens“ . Die Gruppe aus vorwiegend jungen Gewerkschafts- und VVN-BdA-Mitgliedern forderte „No War!“, „Die Waffen nieder!“, „Kooperation statt Konfrontation“. Denn „Krieg kennt keine Sieger“. Perspektivisch soll das ganze Denkmal-Ensemble zu einem Ort des Friedens umgewidmet werden.

1945 mahnt uns: Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen! Stoppt den Hochrüstungswahnsinn!

Bertolt Brecht

„Und sie sägten an den Ästen, auf denen sie saßen, und schrien sich ihre Erfahrungen zu, wie man besser sägen könne. Und fuhren mit Krachen in die Tiefe. Und die ihnen zusahen beim Sägen, schüttelten die Köpfe und sägten kräftig weiter.“

Vor 90 Jahren : Hitler bei den Großindustriellen in Düsseldorf

31. Januar 2022

Wie konnte es dazu kommen? Wie oft wurde nicht diese Frage gestellt auf den zahlreichen Gedenkveranstaltungen anlässlich des Tags der Befreiung von Auschwitz durch die sowjetische Rote Armee.

Auch daran müssen wir erinnern:

„Am 26. Januar 1932, vor 90 Jahren, sprach Adolf Hitler im exklusiven Industrieclub vor 650 Industriellen. Nach Angaben des Industrieclubs waren Vertreter fast aller großen Unternehmen anwesend.

Das Interesse der Industriellen war so groß, dass auf den Ballsaal des Parkhotels, des heutigen Steigenberger Parkhotels, ausgewichen werden musste.

Aber auch auf der Straße gab es ein Gedränge. Arbeiterinnen und Arbeiter, Gewerkschafter, Mitglieder der KPD und der SPD protestierten gegen das Treffen der Industrieelite mit dem Führer der Nazipartei.

Hitler ging es darum, sich als Führer einer Partei zu präsentieren, die die Regierungsgeschäfte im Sinne der Industriellen übernehmen kann.

Ohne die aktive Unterstützung der Großindustrie, der Großbanken, ihrer einflussreichen Verbände und der Großgrundbesitzer, wäre es nie zur Machtübergabe am 30.01.1933 an Adolf Hitler gekommen. Das wurde nach 1945 selbst im bürgerlichen Lager nicht mehr bestritten.

Heute wird alles getan, um den engen Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Faschismus und Krieg vergessen zu machen.

Die Gefahr eines erneuten Weltkrieges wächst durch die verschärfte Einkreisung Russlands – und jetzt auch Chinas seitens der NATO.

Dagegen müssen wir uns gemeinsam wehren!

(Text entnommen von der Homepage der VVN-BdA Düsseldorf, die am 29. Januar dazu eine eigene Informationsveranstaltung organisierte. Dort finden sich weitere interessante Informationen.))

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