3. Dezember 2019 : Was wir gegen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit tun können

26. November 2019

Das Berliner Finanzgericht hat am 4. November entschieden, der VVN-BdA die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Als Vorbild diente dabei die Haltung der bayerischen Behörden, der VVN-BdA die Gemeinnützigkeit zu verweigern.

Dieses Urteil muss revidiert werden!

Und dazu eine gute Botschaft: In den letzten Tagen haben bundesweit bereits rund 670  Menschen die Aufnahme in die VVN-BdA beantragt. Stärken wir die VVN-BdA – sie wird weiterhin dringend gebraucht!

Resolution: Antifaschismus ist gemeinnützig!

Einstimmig verabschiedet auf der Jahreshauptversammlung der VVN-BdA Hof-Wunsiedel  am 29.11.2019 in Hof

Resolution

Protest gegen die Entscheidung der Berliner Finanzbehörde

Im nächsten Jahr begehen wir den 75. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus. Viele Reden werden wieder gehalten werden, so wie kürzlich nach dem rechtsterroristischen Angriff auf eine Synagoge in Halle oder wie zum 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht. Bürgerliche Politiker werden wieder die Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen den erstarkenden Rassismus und Nationalismus betonen und dass die Mahnung »Nie wieder« keine Phrase sein darf.

1945 haben die Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald im Schwur von Buchenwald erklärt:

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

Auf dieser Grundlage hat sich 1947 die VVN als Verband der Verfolgten
gegründet. 1971 wurde dieser Name ergänzt um den Zusatz Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (BdA), um jüngere Aktivisten der Nachkriegsgeneration anzusprechen.

Mit der Erinnerung an die Verbrechen und Opfer der NS-Diktatur wie auch mit der Erforschung des Widerstands erfüllt die VVN-BdA eine unverzichtbare Funktion in unserer Gesellschaft. Von Anfang an stand und steht die VVN-BdA gegen den alten und neuen Faschismus und seine Helfer.

Ihre Mitglieder sind aktiv gegen Rassismus und Ausgrenzung, gegen den Abbau demokratischer Rechte, gegen autoritäre Übergriffe des Staates und dubiose Machenschaften der Geheimdienste. Sie beteiligen sich an den Ostermärschen und am Antikriegstag als engagierte KämpferInnen gegen Aufrüstung und Krieg, „für eine neue Welt des Friedens und der Freiheit“.

Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit nach bayerischem Vorbild jetzt auch gegen unsere Bundesorganisation ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich selbstlos in der antifaschistischen Arbeit engagieren.

Esther Bejerano, Ehrenvorsitzende der VVN-BdA, brachte diese Entscheidung in einem Brief an Finanzminister Olaf Scholz sehr drastisch so auf den Punkt: „Das Haus brennt – und sie sperren die Feuerwehr ein!“ Die unsägliche Entscheidung der Berliner Finanzverwaltung muss dringend revidiert werden!

Unterstützt unseren Protest, unterschreibt die Online-Petition und stärkt die VVN-BdA!

www.openpetition.de/petition/online/die-vvn-bda-muss-gemeinnuetzig-bleiben-deutschland

Ein deutliches Nein zum Entzug der Gemeinnützigkeit für die VVN-BdA – und weitere fortschrittliche Organisationen wie Attac, Campact u.a.!

Wenn 50.000 Menschen hier bundesweit zeichnen, muss die Sache dem Bundestag vorgelegt werden. Das sollte zu schaffen sein!

Bitte teilt die Petition auf allen sozialen Medien und sprecht darüber!

29.11. in Hof: Film-Doku über Esther Bejerano auf Tour in Kuba

21. November 2019

Nach der Jahreshauptversammlung der VVN-BdA Hof-Wunsiedel am Freitag, 29.11.,

zeigen wir ab ca. 19.30 Uhr im Hotel Kuhbogen in Hof

„Wo der Himmel aufgeht“ – Bejerano und die Microphone Mafia in Kuba 2018;

Regisseur Tobias Kriele. Dauer: 45 Min.

Die über 80-jährige Auschwitz-Überlebende erfüllt sich einen Traum und geht mit Sohn Joram und der Rap-Gruppe Microphone Mafia auf Tournee auf der sozialistischen Karibik-Insel. Der Film erzählt von Begegnungen und zeigt in mitreißenden Konzert-Mitschnitten die Begeisterung des kubanischen Publikums und die Leidenschaft der Musikerinnen und Musiker aus Deutschland.

Eintritt frei; Spenden sind willkommen.

Samstag: Wunsiedel ist bunt, nicht braun

15. November 2019

Die VVN-BdA Hof-Wunsiedel ruft auf:

Unterstützt die Proteste gegen den Nazi-Aufmarsch in Wunsiedel am kommenden Samstag, 16.11. !

Für eine Wolf-Weil-Straße in Hof

15. November 2019

VVN-BdA fordert Straßenbenennung nach dem einstigen „Schindler-Juden“ Wolf Weil / Er baute die israelitische Kultusgemeinde in Hof wieder auf

Der Name „Weil“ gehört zu den typischen jüdischen Familiennamen. Dank Dr. Hübschmanns Publikation „Jüdische Familien in Hof an der Saale“ haben sich viele mit dem Schicksal der Hofer Lehrerfamilie Bertha und Leopold Weil beschäftigt. „Aber wer kennt Wolf Weil?“, fragt Eva Petermann, Kreisvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Hof-Wunsiedel. In den letzten Jahren habe es einige Straßen- und Platzbenennungen zu Ehren des Hofer Widerstands und herausragender jüdischer Bürger gegeben, nicht zuletzt nach dem früheren Vorsitzenden der israelitischen Kultusgemeinde, Leon Gonczarowki.

Wolf Weil, nach 1945 der erste Vorsitzende dieser Gemeinde, fehlt dabei. Doch war auch er ein Opfer der verbrecherischen Politik des NS-Regimes und entkam nur um Haaresbreite. Trotzdem sei bei den diesjährigen Gedenkfeiern in Hof „wiederum kein einziges Mal die Rede gewesen von dieser für die Nachkriegszeit zentralen jüdischen Persönlichkeit,“ bedauert Eva Petermann.                                                                                                                                                                                         Nun will Stadtrat Thomas Etzel, stellvertretender Kreisvorsitzender der VVN-BdA, einen entsprechenden Antrag auf Umbenennung der Hallstraße an den Stadtrat stellen (Foto: Wolf Weil, Frankenpost) .

Weil, 1913 in Krakau geboren, war mit Hilfe Oskar Schindlers dem Holocaust entronnen und nach Hof gelangt. Dort half er zusammen mit dem jüdischen Hilfskomitee den anderen in Hof Gestrandeten, wo er nur konnte. Mehr noch: Dank seines selbstlosen Einsatzes erhielten über hundert jüdische Opfer der barbarischen Todesmärsche, die tot in den Wäldern um Hof lagen, auf dem jüdischen Friedhof noch eine würdige Bestattung. Das große Denkmal im hinteren Bereich des jüdischen Friedhofs zur Erinnerung an diese Todesmarsch-Opfer ist bis heute der Öffentlichkeit weitgehend unzugänglich geblieben.

Viele dieser Zusammenhänge sind nur wenig erforscht und dokumentiert. 1955 begann Wolf Weil selbst, die „Geschichte der Juden in Hof seit 1938“ niederzuschreiben. „Doch dieser erste Versuch ist leider Fragment geblieben“, so Eva Petermann. Entscheidend findet die VVN-BdA , nicht in trostloser Trauer über das Entsetzliche zu verharren. Sondern den Blick zu weiten für andere rassisisch und politisch Verfolgte des Naziregimes, vor allem aber auch für Handlungen der Hilfsbereitschaft und Solidarität wie auch des aktiven Widerstands. An diesem waren nicht zuletzt jüdische Männer und Frauen beteiligt. All dies kann den Blick schärfen für jedwede Diskriminierung, Verfolgung und Unterdrückung in unserer Zeit im Sinne von „Wehret den Anfängen“.

Dafür zu wirken war auch Wolf Weils Motiv, Deutschland und Hof nicht den Rücken zu kehren. Von den Tausenden jüdischer Flüchtlinge im Durchgangslager Moschendorf sind damals letztlich nur 70 Juden geblieben. „Ich wollte eigentlich auch weg“, sagte er 1987 in einem Interview von 2012 in: „Die Juden in Franken“ von Brenner / Eisenstein, 2014 nachgedruckt von dieser Zeitung. Und dennoch ist Weil nicht in die USA zu den Freunden ausgewandert, sondern hat mit angepackt und ist nicht selten auch angeeckt. Bis zu seinem Tod 1988 übte er das Amt des Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde aus und war überdies Mitglied im Zentralrt der Juden.

Zwar ehrte ihn die Stadt Hof 1985 mit der Goldenen Ehrenmedaille. Mehr ist allerdings auf der Homepage unserer Stadt nicht zu erfahren über ihn. „Warum nehmen wir diesen besonders markanten 9. November nicht zum Anlass, Wolf Weil durch eine Straßenbenennung dauerhaft als Vorbild im öffentlichen Gedächtnis zu halten. Welcher Ort wäre mehr geeignet als die Straße an der früheren Synagoge?“, fragt die VVN-BdA.

9. November Reichspogromnacht – Gedenken in Hof

29. Oktober 2019

Die Gedenkstunde der Stadt Hof findet in Hof
am Montag, den 11. November, um 17.30 Uhr, am Hallplatz statt.
An dem Platz stand damals die Hofer Synagoge.

Der Oberbürgermeister Dr. Fichtner lädt die interessierte Hofer Öffentlichkeit dazu herzlich ein.

14. September 2019: Zum 111. Geburtstag von Rosa Opitz – „Rosen für Rosa“

10. September 2019

Rosen für Rosa“ soll den Rosa-Opitz-Platz zum Blühen bringen! 

Vor 111 Jahren wurde die Hofer Widerstandskämpferin geboren

Vor einem Jahr wurde die Grünanlage vor der Christian-Wolfrum-Schule nach einstimmigem Beschluss des Hofer Stadtrats nach ihr benannt: Genau am 110. Geburtstag der Widerstandskämpferin und späteren Stadträtin Rosa Opitz (geb. als Rosa Klara Völkel am 14.9.1908; gest. am 3.2.2001) wurde ihr zu Ehren gegenüber ihrem früheren Wohnhaus im „Vertl“ der Rosa-Opitz-Platz mit einem  Festakt der Stadt Hof aus der Taufe gehoben. Ins Rollen gebracht hatte die Kampagne dafür bekanntlich die Initiative „Hofer Frauen fordern einen Rosa-Opitz-Platz“, an der auch die VVN-BdA Hof-Wunsiedel maßgeblichen Anteil hatte.

Der Rosa-Opitz-Platz ist der bislang erste Platz, der einer Frau gewidmet ist, von insgesamt 17 Plätzen in Hof, Mit der Nazigegnerin wurde außerdem zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert eine Persönlichkeit des Arbeiterwiderstands in Hof geehrt. Die VVN-BdA erinnerte in diesem Zusammenhang auch an andere, kaum bekannte Hofer Widerstandskämpferinnen – wie Margarete Schiller (SPD) und Klara Pförtsch (KPD), die beide in das Frauen-KZ Ravensbrück verschleppt wurden, sowie an Anna Merker (KPD).

Als junge Sozialistin in der SAJ und als Mitglied der Schönwalder SPD-KPD-Widerstandsgruppe schmuggelte Rosa Opitz den illegalen „Vorwärts“ über die tschechische Grenze nach Hof. Ihre Geistesgegenwart, aber auch die schützende Hand Gleichgesinnter und eines integren Kriminalbeamten bewahrten sie vor Gefängnis, KZ oder noch Schlimmerem.

Gleich nach 1945 engagierte sich Rosa Opitz wieder in der SPD und beim Wiederaufbau der AWO. Dem Hofer Stadtrat gehörte die populäre Sozialdemokratin von 1952 bis 1966 an – eine Ausnahmeerscheinung als eine von drei Stadträtinnen zwischen 39 männlichen Kollegen.

Am kommenden Samstag jährt sich der Geburtstag dieser Frau der ersten Stunde zum 111. Mal. Eine Ortsbegehung des Kreisvorstands der VVN-BdA ergab, dass die Anlage trotz sommerlicher Trockenheit gepflegt aussieht. Allerdings vermissten Thomas Etzel und Eva Petermann in dem etwas einförmigen Grün Farbe und Blühendes. Daher will der VVN-Kreisvorstand in diesem Jahr Rosa Opitz postum mit der Aktion „Rosen für Rosa“ gratulieren. Im Oktober, zur besten Pflanzzeit für Rosen, soll im Eingangsbereich des Parks mit der Pflanzung eines Rosenbuschs ein Anfang gemacht werden. Dabei hat die VVN die Stadt Hof um praktische und fachliche Unterstützung gebeten.

Aufruf „Solidarität statt Ausgrenzung“ – Samstag, 24. 8., Großdemo in Dresden

20. August 2019

Die VVN-BdA Hof-Wunsiedel und Vogtland wie auch die VVN-BdA bundesweit, die Gewerkschaften und viele andere Organisationen rufen auf zur bundesweiten Großdemonstration am kommenden Samstag in Dresden.
In dem zentralen Aufruf heißt es u.a.:
„Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden.“
Nähere Infos gibt es unter #unteilbar.org

Gedenken an Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August

27. Juli 2019

Am 6. August 1945 – vor 74 Jahren – löschte eine US-Atombombe Hiroshima aus.

Drei Tage später zerstörten die USA mit einer zweiten Atombombe Nagasaki.

Diese beiden Bomben allein töteten Hunderttausende. Unzählige Menschen wurden seither Opfer der Spätfolgen. Hinzu kamen unzählige Opfer von Atomtests sowie unzählige Opfer von Havarien und anderen Unfällen in der „zivilen“ Atomenergie.

In vielen Städten auf der ganzen Welt erinnern die Menschen daran.

Die Atombombe muss ein- für allemal geächtet werden!

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

 

8. Mai Tag der Befreiung vom Faschismus

30. April 2019

Rote Nelken für die Gräber der sowjetischen Kriegsgefangenen

Gedenken auf dem Hofer Friedhof

an der gemeinsamen Grabstätte der Widerstandskämpfer Hans Merker, Ewald Klein und Philipp Heller sowie an den Gräbern der sowjetischen Kriegsgefangenen am 8.Mai  –

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Veranstalter VVN-BdA zusammen mit Die Linke Oberfranken Ost und DKP Hof

Gedenken des DGB am 2. Mai 2019

30. April 2019

Zu der alljährlichen Gedenkfeier anlässlich des Jahrestages des Sturms auf die
Gewerkschaftshäuser am 2. Mai 1933 lädt der DGB-Stadt- und Kreisverband ein:
Donnerstag, 2. Mai 2017, 17 Uhr
in Hof, Marienstraße 75 — vor der Gedenktafel für verfolgte und ermordete Gewerkschafter aus Hof.

Ältere Nachrichten ·