
12. Mai 2022

6. Mai 2022
Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und gesellschaftliche Ausgrenzung haben Konjunktur… Zugleich wird antifaschistische Gegenwehr kriminalisiert. Der rasante Aufstieg neofaschistischer und rechtspopulistischer Kräfte in nahezu allen europäischen Ländern verlangt entschiedenen Widerstand.
Der Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe Krieg führender Länder stellt einen Bruch mit dem Nachkriegskonsens „Nie wieder Krieg von deutschem Boden“, dar – der wichtigsten Lehre aus der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. In vielen Ländern der Welt toben Kriege, sind gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung deutsche Waffen – und oft auch deutsches Militär – beteiligt.

Wir erinnern am 8. Mai an die Hoffnung der Befreiten auf eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung und treten für eine neue Welt des Friedens und der Freiheit ein, wie es die befreiten Häftlinge von Buchenwald geschworen haben: Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!
Wir unterstützen den Friedensappell ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener vom 1. September 2014, die zur Versöhnung zwischen Ukrainern und Russen aufrufen: „Besinnt Euch! Erstickt Euren Hass, redet miteinander statt aufeinander zu schießen! Hört auf uns, die in faschistischen Lagern das wenige Brot miteinander teilten. Benehmt Euch wie Mitglieder einer Familie, in der man sich streitet im Bewusstsein gegenseitigen Respekts und sich wieder verträgt.
Macht endlich Frieden miteinander!“
(Aus dem Aufruf der Berliner Organisation der VVN-BdA zum 8./9. Mai 2022)
27. April 2022
11. April 2022
Ein breites Bündnis aus acht Organisationen und zwei prominenten Einzelpersonen unterstützen in diesem Jahr den Aufruf zum Hofer Ostermarsch, darunter der DGB Hochfranken, „Hof ist bunt, nicht braun“ und die VVN-BdA Hof-Wunsiedel .
Beginn : 11 Uhr Bernh.-Lichtenberg-Platz (vor der Marienkirche)
Aus dem Aufruf:
Stoppt den Krieg! Frieden für ganz Europa! Nein zur Aufrüstung!
Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine. Dieser Krieg
verursacht unsägliches Leid und verwüstet das Land. Für ganz Europa droht eine Eskalation bis
hin zum Atomkrieg. Schluss damit! Die Menschen in der Ukraine, in Russland und in Europa
brauchen eine friedliche Lösung. Die internationale Staatengemeinschaft muss alles für eine
Verhandlungslösung unternehmen. Wie in Artikel 2 der Charta der Vereinten Nation festgelegt,
ist alles zu unterlassen, was gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische
Unabhängigkeit eines Staates gerichtet ist.
Sicherheit gibt es nur als gemeinsame Sicherheit für alle!
Ein sofortiger Waffenstillstand und der Beginn von Friedensverhandlungen müssen der Einstieg in
ein Konzept der gemeinsamen Sicherheit in Europa sein. Langfristig muss wieder der Aufbau
einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur das Ziel sein. Die Ängste in Russland angesichts einer
NATO-Osterweiterung sind genauso ernst zu nehmen wie die Bedrohungsängste anderer
europäischer Länder. Die Spirale der Hochrüstung muss gestoppt werden.
Frieden schaffen mit immer mehr Waffen?
Der zwanzigjährige Krieg der NATO-Staaten mit deutscher Beteiligung in Afghanistan zeigt
exemplarisch: Krieg löst kein einziges Problem, im Gegenteil: Die Situation für die Bevölkerung
in Kriegsgebieten verschlechtert sich katastrophal.
Wir lehnen das Vorhaben ab, jährlich mehr als 2 % der Wirtschaftsleistung für das Militär
auszugeben und zusätzlich einen Sonderfonds über 100.000.000.000 Euro für die Bundeswehr
aufzulegen. Auf den Kauf atomwaffenfähiger Kampfjets muss verzichtet werden. Durch die
Anschaffung bewaffneter Drohnen wird der Weg zur automatisierten Kriegführung ermöglicht.
Für eine friedenspolitische Wende!
Rüstung entzieht bereits im Frieden dringend benötigte Mittel für Soziales und Bildung. Auch die
Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Jeder Euro, der für Panzer und
Kampfjets verpulvert wird, fehlt für den dringenden sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft.
Die Chancen, die Auswirkungen der Klimakatastrophe anzugehen sowie Hunger und Not in der
Welt zu verringern, werden durch Kriege und Aufrüstung drastisch reduziert. Die globalen
Probleme können nur gemeinsam gelöst werden.
Aufbruch für den Frieden:
Konflikte diplomatisch lösen – weltweit
Abrüstung statt Aufrüstung
Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages durch die Bundesregierung – Keine
„atomare Teilhabe“ Deutschlands
Keine Anschaffung von bewaffneten Drohnen
Keine Waffenexporte
Fluchtursachen angehen, wirtschaftliche Ausbeutung beenden
Aktive Friedenspolitik, vertrauensbildende Maßnahmen und Aufbau kollektiver
Sicherheitssysteme unter Einbeziehung von Russland.
DGB Hochfranken; Hof ist bunt, nicht braun; GEW Hof- Wunsiedel; VVN-BdA Hof-Wunsiedel; Verein gegen das Vergessen (Schwarzenb./Saale); DKP Hof; Bündnis 90 / Die Grünen Ralf Reusch und Mirjam Kühne; Die Linke Hochfranken
29. März 2022

Zu einer Führung rund um den Wittelsbacher Park “Auf den Spuren von Rache, Widerstand und Trauer” hatte das “Denk-mal!”-Projekt eingeladen. Ende vergangenen Jahres war diese Initiative bekanntlich vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Hochfranken und dem Kreisverband der Antifaschisten (VVN-BdA) gegründet worden.
Die zentrale Riesenskulptur weiter hinten im Park, der Hofer „Sämann“, war schon vor seiner Aufstellung 1927, nicht einmal zehn Jahre nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs, äußerst umstritten. Randolph Oechslein, der als ehrenamtlicher Lokalhistoriker bereits eine Reihe antifaschistischer Stadtführungen durchgeführt hat, rief sehr anschaulich die historischen Zusammenhänge der diversen Denkmäler, Gedenktafeln etc. im Wittelsbacher Park in Erinnerung. Millionen und Abermillionen Menschen waren für jene Kriege geopfert worden.
Das Denk-mal!-Projekt „Sä endlich Frieden, Mann!“, in dem vorwiegend junger Gewerkschaftsmitglieder und Antifaschistinnen und Antifaschisten zusammenarbeiten, will mit vielfältigen Aktionen eintreten für Frieden und Völkerverständigung. Aus dem martialisch drohenden „Sämann“ soll ein „Sämann des Friedens“ werden und aus dem Wittelsbacher Park ein heller, aber auch besinnlicher Freizeitpark des friedlichen Zusammenlebens werden.
Von deutschem Boden soll nie wieder ein Krieg ausgehen!
Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!
2. März 2022
Rund 40 Menschen nahmen am 4. März an der Mahnwache für den Frieden auf dem Bernh.-Lichtenberg-Platz, vor der Marienkirche in Hof, teil. Initiiert von Janson Damasceno von der Partei Die Linke, wurde sie unterstützt von der VVN-BdA Hof-Wunsiedel, vom KV des DGB, dem GEW- KV und der DKP Hof. Auf Bannern und Schildern wurde „Frieden und MIR (russ.)“ gefordert sowie Waffenstillstand, Verhandlungen und Abrüstung statt Hochrüstungsorgien der Ampelkoalition.
Stoppt die Eskalation! Die Waffen nieder! Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!
1. März 2022
Kommt zur Mahnwache am Freitag, 4. März, 18 Uhr, Bernhard-Lichtenberg-Platz! Unterstützt die Aktionen der Friedensbewegung!
Die Kreisvorstände von DGB Hochfranken und GEW Hof-Wunsiedel sowie unserer VVN-BdA Hof-Wunsiedel rufen auf ebenso wie die Initiatorin der Aktion, die Partei Die Linke“, und die DKP Hof.

Foto: Randolph Oechslein
Friedenskunstaktion am „Sämann“: Das neu gegründete Denk-mal!-Jugendprojekt machte am 26. Februar die Riesenskulptur im Wittelsbacher Park für einen Nachmittag am „Sämann des Friedens“ . Die Gruppe aus vorwiegend jungen Gewerkschafts- und VVN-BdA-Mitgliedern forderte „No War!“, „Die Waffen nieder!“, „Kooperation statt Konfrontation“. Denn „Krieg kennt keine Sieger“. Perspektivisch soll das ganze Denkmal-Ensemble zu einem Ort des Friedens umgewidmet werden.
1945 mahnt uns: Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen! Stoppt den Hochrüstungswahnsinn!
Bertolt Brecht

„Und sie sägten an den Ästen, auf denen sie saßen, und schrien sich ihre Erfahrungen zu, wie man besser sägen könne. Und fuhren mit Krachen in die Tiefe. Und die ihnen zusahen beim Sägen, schüttelten die Köpfe und sägten kräftig weiter.“
31. Januar 2022
Wie konnte es dazu kommen? Wie oft wurde nicht diese Frage gestellt auf den zahlreichen Gedenkveranstaltungen anlässlich des Tags der Befreiung von Auschwitz durch die sowjetische Rote Armee.
Auch daran müssen wir erinnern:
„Am 26. Januar 1932, vor 90 Jahren, sprach Adolf Hitler im exklusiven Industrieclub vor 650 Industriellen. Nach Angaben des Industrieclubs waren Vertreter fast aller großen Unternehmen anwesend.
Das Interesse der Industriellen war so groß, dass auf den Ballsaal des Parkhotels, des heutigen Steigenberger Parkhotels, ausgewichen werden musste.
Aber auch auf der Straße gab es ein Gedränge. Arbeiterinnen und Arbeiter, Gewerkschafter, Mitglieder der KPD und der SPD protestierten gegen das Treffen der Industrieelite mit dem Führer der Nazipartei.
Hitler ging es darum, sich als Führer einer Partei zu präsentieren, die die Regierungsgeschäfte im Sinne der Industriellen übernehmen kann.
Ohne die aktive Unterstützung der Großindustrie, der Großbanken, ihrer einflussreichen Verbände und der Großgrundbesitzer, wäre es nie zur Machtübergabe am 30.01.1933 an Adolf Hitler gekommen. Das wurde nach 1945 selbst im bürgerlichen Lager nicht mehr bestritten.
Heute wird alles getan, um den engen Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Faschismus und Krieg vergessen zu machen.
Die Gefahr eines erneuten Weltkrieges wächst durch die verschärfte Einkreisung Russlands – und jetzt auch Chinas seitens der NATO.
Dagegen müssen wir uns gemeinsam wehren!„
(Text entnommen von der Homepage der VVN-BdA Düsseldorf, die am 29. Januar dazu eine eigene Informationsveranstaltung organisierte. Dort finden sich weitere interessante Informationen.))
12. Januar 2022

Gedenken am Gemeinschaftsgrab auf dem Hofer Friedhof. Von links : Randolph Oechslein (DKP Hof), Stadtrat Reinhard Meringer, OB Eva Döhla; zweiter von rechts: Janson Demasceno (Die LINKE).
Auch an diesem 5. Januar versammelten sich mehr als ein Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Einladung von VVN-BdA, der Partei Die Linke sowie der DKP Hof am Gemeinschaftsehrengrab der von den Faschisten ermordeten Hofer Widerstandskämpfer der KPD. In ihren Redebeiträgen gedachten u.a. OB Eva Döhla, der Kreisvorsitzende der Linken, Janson Demasceno, und der Vorsitzende der DKP Hof, Randolph Oechslein, der Kommunisten Hans Merker, Philipp Heller und Ewald Klein. Auf ihn ging Kamerad Oechslein ausführlicher ein. Im Mai diesen Jahres jährt sich Kleins Todestag zum 80. Mal.
Annalena trug eine Passage aus dem Schwur von Buchenwald vor. Die VVN-BdA-Kreisvorsitzende, Eva Petermann, appellierte mit Hinblick auf die „Corona-Spaziergänger“, nicht die Straße den Rechten zu überlassen und für Solidarität und Aufklärung, sozialen Fortschritt und Frieden verstärkt aktiv einzutreten. Mit dem gemeinsamen Singen von „Und weil der Mensch ein Mensch ist“ endete die Kundgebung.
5. Januar 2022
Der weltberühmte antifaschistische Roman „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers erschien erstmals 1942, allerdings zunächst nur auf Englisch. Bald wurde er verfilmt, vielfach übersetzt, zu einem Theaterstück umgeschrieben. In der DDR war das Werk dieser Autorin vieler Erzählungen, Essays und Romane, u.a. „Transit“, deren 120. Geburtstag 2020 begangen wurde, Schullektüre.
Für Millionen Leser und Leserinnen auf der ganzen Welt war der überaus spannende Roman über die erfolgreiche Flucht eines KZ-Häftlings d a s Dokument des antifaschistischen Widerstands gegen die NS-Diktatur.
„Wir fühlten alle, wie tief und furchtbar die äußeren Mächte in den Menschen hineingreifen können bis in sein Innerstes; aber wir fühlten auch, dass es im Innersten etwas gab, was unangreifbar war und unverletzbar.“
Dies ist eine der am meisten zitierten Passagen – Anna Seghers` zutiefst humanistische Botschaft, dass auch in den härtesten Zeiten, in Zeiten von Lügenpropaganda, Verschwörungsideologien, Rassenhass und Kriegshetze, der Mensch gut sein kann, sich seine Menschlichkeit bewahren kann.
„Und wenn er (Georg Heisler, der Protagonist) auch nur noch die Kraft für eine einzige winzig kleine Bewegung hatte, auf die Freiheit hin, wie sinnlos und nutzlos diese Bewegung auch sein mochte, er wollte diese Bewegung doch noch gemacht haben.“
Ein gutes Neues Jahr wünschen wir allen Mitgliedern und allen Leserinnen und Lesern dieser Homepage!
We shall overcome. Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg! Organisiert euch in der VVN-BdA!