Gedenken an den Todesmarsch von Helmbrechts nach Volary

14. April 2026

Am 13. April 1945 begann der Todesmarsch von Helmbrechts nach Volary in der damaligen Tschechei. 1170 Mädchen und Frauen wurden gezwungen, das Konzentrationslager Helmbrechts zu verlassen.

Der (noch) amtierende Bürgermeister Stefan Pöhlmann (SPD) bei seiner Rede; auf dem Foto von links Hartmut Hendrich, Vorsitzender des Vereins gegen das Vergessen; Schülerinnen der Realschule; weitere Mitglieder des Vereins und der VVN-BdA, darunter Nanne Wienands, sowie ganz rechts Pfarrer Andreas Schmidt.

Am 13. April gedachten wieder rund 50 Menschen am Gedenkstein vor der Friedhofskapelle dieses Ereignisses. Nach kurzen Ansprachen begaben sich die Versammelten zum Gedenkkonzert den Künstlern Jens Bühring (Plauen, auf dem Foto links) und Philipp Wiechert (Leipzig, auf dem Foto halblinks). Beteiligt war auch eine Schulklasse der Realschule in Helmbrechts; zwei von ihnen trugen den Text eines bekannten Bohnhoeffer-Liedes vor: „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Vor dieser Veranstaltung war eine große Gedenktafel an der Kreuzung Kulmbacher Straße / Ringstraße eingeweiht worden, am Ort der früheren Fabrik eingeweiht worden, wo die Frauen unter härtesten Bedingungen schuften mussten.
Das ausschließlich für weibliche Häftlinge bestimmte KZ-Außenlager Helmbrechts wurde zunächst in den Räumen des Zweigbetriebes der Textilfirma Witt (Weiden) untergebracht. Dorthin waren 1944 Produktionsanlagen der Rüstungsfabrik Neumeyer in Nürnberg verlagert worden. Um billige Arbeitskräfte für die Fertigung zu haben, wurde also das Außenlager errichtet – eines von rund 80 des KZ Flossenbürg. Siehe auch https://langer-gang.schwarzenbach-saale.de/aktuelles.htm

Veranstalter des Gedenkenswaren die Evangelische Kirchengemeinde Helmbrechts, Verein gegen das Vergessen e. V., (Schwarzenbach/Saale), unsere VVN-BdA Hof-Wunsiedel sowie die Initiative gegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit aus Oberkotzau. (Fotos: Randolph Oechslein)