Tag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee 1945; Gedenkgottesdienst in Schwarzenbach/Saale

31. Januar 2026

Am 27.1. 2026, um 19 Uhr, fand wieder ein gut besuchter ökumenischer Gottesdienst statt anlässlich des Jahrestags der Befreiung von Auschwitz 1945. Veranstalter waren u.a. die evang. und kathol. Kirchengemeinde; der Verein gegen das Vergessen e.V. und unsere VVN-BdA. In selbst gestalteten Vorträgen mahnten Mitglieder der Gemeinde und des Vereins gegen das Vergessen wie auch die beiden Vertreter der Kirchen: „Dass niemals wieder geschehe, was damals geschah.“ Anstelle der Orgel erklangen in Sankt Gumbertus diesmal die so viruos wie einfühlsam gespielten Klänge der Oboe von Pavel Kondakov. Wie immer schloss sich ein gemeinsamer Gang zu den Gräbern der Opfer des deutschen Faschismus an, unter ihnen Opfer der Todesmärsche und sowjetische Kriegsgefangene, aber auch der kommunistische Widerstandskämpfer Hans Grüner aus Schwarzenbach / Saale. Nanne Wienands erinnerte an das Schicksal einer sehr jungen Jüdin, die, wo es nur möglich war, versuchte zu helfen. Und dafür sadistisch bestraft und ermordet wurde.

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Antifaschistischer Jahresauftakt in Hof: Gedenken am Todestag Hans Merkers

12. Januar 2026

Zum diesjährigen antifaschistischen Gedenken fanden sich am 5. Januar trotz klirrender Kälte mehr als 20 junge und alte Menschen ein, um den Mut der drei Widerstandskämpfer der KPD zu würdigen. Die Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla nahm wiederum teil wie auch Linke-Stadtrat Janson Damasceno da Costa e Silva und der Vorsitzende des Schwarzenbacher „Vereins gegen das Vergessen“, Hartmut Hendrich. Aufgerufen hatten die VVN-BdA mit ihrer Kreisvorsitzenden Eva Petermann, Die Linke Ostoberfranken sowie die DKP Hof. Deren Vorsitzender Randolph Oechslein, der sich auch als Stadtführer und Lokalhistoriker einen Namen gemacht hat, hatte diesmal auch die Nachkommen der von den Nazis ermordeten Ewald Klein, Philipp Heller und Hans Merker eingeladen. (Foto: VVN-BdA-Archiv) Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von dem „Buchenwaldlied“ in einer Version der Bremer „Grenzgänger“. Den Abschluss bildete Hannes Waders Lied „Traum vom Frieden“.

Zuvor hatte u.a. Eva Petermann in ihrem Redebeitrag aus aktuellen Anlass die Bombenangriffe der US-Armee auf Venezuela und die brutale Verschleppung des Präsidenten Venezuelas, Maduro, und seiner Frau, Dr. Celia Flores, als völkerrechtswidrig scharf verurteilt. „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ beinhalte immer auch den Aufruf zur internationalen Solidarität und des gemeinsamen Handelns aller Antifaschisten über Ländergrenzen hinweg.

„Lebensmotto: Frieden und Antifaschismus“, Doku 2025

1. Dezember 2025

Ein großartiger Film, wir haben ihn soeben in Hof gezeigt und können ihn nur weiterempfehlen.

Lebensmotto: Frieden und Antifaschismus“ mit und über Ulrich und Traute Sander

Schon als Grundschüler in der Schule am Bullenhuser Damm in Hamburg machte Ulli erste Erfahrungen mit den offiziellen Verdrängungsanstrengungen zu den Nazi-Verbrechen. Später war er mit beteiligt an den allerersten Ostermärschen. Im Film erzählen Traute und Ulli Sander aus ihrem Leben seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges – aktive Zeitzeugen wichtiger Etappen der BRD-Nachkriegsgeschichte, wie sie nicht unbedingt in heutigen Schulbüchern stehen.

Zum Beispiel Sanders Forschungen zu dem jungen Widerstandskämpfer Helmuth Hübener, der 1943 hingerichtet wurde. Diese führten letztlich zu späten Ehrungen für den damals 17-Jährigen durch Schulbenennungen in Hamburg und in Berlin Plötzensee. Ulli unterstützte auch die Aktionen von Beate Klarsfeld mit Recherchehilfen und Veröffentlichungen. Seine Aktivitäten verstand Ulli immer im Zusammenhang mit den Zielen der VVN-BdA, gründend auf dem Schwur von Buchenwald: Die Vernichtung des Faschismus mit seinen Wurzeln ist unser Auftrag, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Zu diesen Aktivitäten zählen außerdem seine Mitwirkung an den Initiativen zur Rehabilitation der Opfer des Kalten Krieges, den Aktionen gegen die Treffen der Gebirgsjäger in Mittenwald, seine Publikationen zu den Verbrechen der deutschen Wirtschaft im Faschismus, die Initiativen zu den „Kindern des Widerstands“ und vieles mehr.

Weitere Interviewpartner*innen im Film: Beate Klarsfeld, Nicole Mattern von der Gedenkstätte Bullenhuser Damm, Aktive der Proteste in Mittenwald und der Historiker Dr. Ulrich Schneider.Der knapp 70-minütige Film von E-mediabase eignet sich nicht zuletzt als anschauliches Bildungsmaterial zur Geschichte der Bundesrepublik.

Die erste ausführliche Biografie über den Hofer Widerstandskämpfer Hans Merker ist erschienen

1. Dezember 2025

Der von den Nazis am 5. Januar 1945 ermordete Hans Merker ist heute vermutlich der bekannteste Widerstandskämpfer in Hof. Das ist nicht zuletzt das Ergebnis jahrzehntelanger Aktivitäten vor allem der VVN-BdA wie auch seiner Genossinnen und Genossen von der DKP Hof. Über viele Jahre hat sich insbesondere unser Kamerad Randolph Oechslein mit dem Schicksal Hofer Widerstandskämpfer- und -kämpferinnen beschäftigt. Dabei hat er nicht nur immer wieder nachgeforscht und Neues zutage gefördert.

Sondern gleichzeitig gab es im Stadtbild sichtbare Ergebnisse, die er zusammen mit der VVN-BdA Hof-Wunsiedel durchsetzen konnte. So wurde das Todesdatum auf dem Gedenkstein des Gemeinschaftsgrabs für Merker, Philipp Heller und Ewald Klein auf sein Betreiben hin richtiggestellt. Später wurde der ganze Grabstein restauriert und die Inschrift aktualisiert. Auch wurde ein Stolperstein für Hans Merker verlegt, der einzige seiner Art in ganz Hof. Ganz abgesehen von der jährlichen Gedenkfeier von VVN-BdA zusammen mit der Partei Die Linke Ostoberfranken am 5. Januar, dem Todestag Merkers, auf dem Friedhof und vieles mehr.

Und nun ist sie endlich erschienen, die akribisch recherchierte und ausführlich dokumentierte Biografie des Antifaschisten Hans Merker. Sie ist Teil des Bandes XV der „Beiträge zur Geschichte und Kultur Nordoberfrankens und angrenzender Regionen“, genannt „Miscellanea curiensa“. Ein solcher Band erscheint jährlich.

Auch Merkers ebenfalls am Widerstand beteiligter Frau Anna, seinem Vater wie auch anderen Mitstreiterinnen und Mitstreitern sind etliche Seiten gewidmet. Durch zahlreiche Fotos und Dokumente wirkt die umfangreiche Darstellung durchaus nicht trocken.

Es ist nicht die erste Veröffentlichung von Randolph Oechslein. Er hat bereits in einem früheren Band über den kommunistischen Spanienkämpfer Theo Klug geschrieben. Im Jahr 2024 brachte er im Auftrag des DGB Oberfranken eine Broschüre „Gewerkschaften im Naziterror – Die Arbeiterbewegung in Hof“ heraus, zufällig genau ebenso lang wie seine Merker-Biografie: 76 Seiten. Sie ist mittlerweile fast vergriffen.

„Wir dachten nicht, dass die Nazis so gefährlich sind. Gewerkschaften im Naziterror. Die Arbeiterbewegung in Hof zwischen Hitlers Kanzlerschaft und dem SPD-Verbot. 30. Januar 1933 / 22. Juni 1933 ISBN 978-3-00-078433-0

Miscellanea curiensa Band XV ISBN 978-3-9826591 SS. 67 – 142

Gute Resonanz auf Soli-Konzert mit dem Kuba-Kenner und Allround-Musiker Toby Thiele

21. Juli 2025

Gut besucht war die diesjährige Kuba-Veranstaltung des Solidaritätsbündnisses, an dem sich auch unsere VVN-BdA-Kreisorganisation beteiligte. Der Mix aus der ausgesprochen vielseitigen Musik des Liedermachers aus Berlin nach einführenden aktuellen Infos durch Hellmut Naderer von Cuba Sí Vogtland kam sehr gut an. Stolze 351,- Euro ergab die Spendensammlung für die Kampagne „Herzschrittmacher für Kuba“.

Tobias Thiele beim Record Release Konzert im Berliner Musik und Frieden am 16.12.2018 (oben)

Hellmut Naderers kurzer, prägnanter Einführungsbeitrag führte allen die kritischen Lebensbedingungen auf der Karibikinsel vor Augen.

Die Veranstalter FG BRD-Kuba, Cuba Sí Bayern und Cuba Sí Vogtland,, DKP Hof und Oberfranken waren sich einig mit dem begeisterten Publikum: Wir lassen nicht nach mit der Solidarität. Das Embargo muss endlich fallen. (Bild unten; Foto: R. Oechslein)

Wirtschaftskrieg gegen Kuba beenden! Solidarität verstärken!

Was geschah mit den Kleinsten? „Andreas, Lubov, Jacques – Vergessene Fremdarbeiterkinder in Nürnberg während des Zweiten Weltkriegs“ – Autorenlesung in Hof

1. Juli 2025

mit der Autorin Gabi Müller-Ballin aus Nürnberg

Die Politologin, die ihr Buch auch mehrfach schon in Schulen vorgestellt hat, hat sich in jahrelanger akribischer Kleinarbeit mit den Lebensspuren von Kriegskindern im Nürnberg der 1940´er Jahre befasst. Auf Einladung des Kreisvorstands der GEW, des Bündnisses „Hof ist bunt“ sowie der Kreisvereinigung unserer VVN-BdA las die Nürnbergerin in der Stadtbücherei. Die auch vom Förderverein großzügig unterstützte Veranstaltung wurde angesichts des sonnigen Wetters in den idyllischen Innenhof verlegt – ein sperriges, bedrückendes Thema für diesen lauen Sommerabend. (Foto: Randolph Oechslein)

Aber die Runde aus knapp 20 Interessierten folgte dem lebendigen Vortrag gebannt. Bekanntlich waren in Zeiten der totalen Kriegswirtschaft die Fabriken, darunter etliche Rüstungsbetriebe wie Siemens, wie auch private Kleinbetriebe und Haushalte auf die „Fremdarbeiter“ und „Fremdarbeiterinnen“ mehr oder weniger angewiesen. Selbst Hochschwangere hatte die faschistische Wehrmacht aus den besetzten Ländern v.a. Osteuropas als Arbeitssklaven verschleppt, unter ihnen Minderjährige. Die Lokalhistorikerin Müller-Ballin zeichnete anhand ausgewählter Beispiele deren Schicksal und das ihrer Kinder nach – insgesamt geht es in dem Buch um mehr als 300 Säuglinge und Kleinkinder: „Andreas, Lubov, Jacques – Vergessene Fremdarbeiterkinder in Nürnberg während des 2. Weltkriegs“. Im anschließenden Gespräch ergaben sich noch eine Reihe weiterer Aspekte. Nicht zuletzt, dass das Kapitel Zwangsarbeit (und Entschädigungen!) auch in Hof noch lange nicht abgeschlossen ist bzw. eher verdrängt wird. Wer kennt schon den Grabstein für die namenslose „Ost-Arbeiterin“ auf dem Hofer Friedhof, die bei den Bombenangriffen zu Tode kam? Besonders aufmerksame BesucherInnen finden an anderer Stelle auch das Grab eines Kleinkinds, mitten zwischen den Gräbern von in Hof gestorbenen Zwangsarbeiterinnen…..(Foto unten: E. Petermann)

10. Mai in Hof: „Wer nicht feiert, hat verloren“ – Konzert zum Tag der Befreiung

11. Mai 2025

„Wer nicht feiert, hat verloren!“ Unter diesem Motto haben VVN-BdA Hof – Wunsiedel und die Partei „Die Linke“ wie schon im vergangenen Jahr in Hof den Tag der Befreiung vom Faschismus mit mehreren lokal sehr populären Bands am darauffolgenden Samstag im Lokal „Zur Linde“ musikalisch lautstark und mit klarer antifaschistischer Ansage gewürdigt – siehe Fotos (von Randolph Oechslein).

Janson Damasceno (Die Linke) und Flo Rebhahn (VVN-BdA) auf der Bühne (Bild oben; unten: Band FarewellFarewell.

Tag der Befreiung 2025

28. April 2025

Vor 80 Jahren: Befreiung vom Faschismus!

Das Gedenken an den Widerstand und die Befreiung vom Faschismus findet in Hof diesmal statt am

Freitag, 9. Mai 2025, um 17 Uhr

auf dem Friedhof in Hof

Veranstalter: Die LINKE KV Oberfranken-Ost + Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Hof-Wunsiedel + Deutsche Kommunistische Partei Hof

Nichts ist vergessen und niemand!

Kriege stoppen – Frieden und Abrüstung jetzt!

2. April 2025

Aufruf des Netzwerks Friedenskooperative:

Ganz anders sieht das offenbar Manfred Weber (CSU) :

»Wir müssen unser Denken in Europa jetzt auf Kriegswirtschaft umstellen«. Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament forderte vor kurzem:

»Angesichts der Bedrohungen müssen wir unser Denken in Europa jetzt auf Kriegswirtschaft umstellen. Das bedeutet beschleunigte Genehmigungsverfahren bei Rüstungsgütern. Das bedeutet mehr Zusammenarbeit zwischen den europäischen Rüstungsherstellern. Aber das kann auch bedeuten, dass die Rüstungshersteller künftig am Wochenende im Schichtsystem arbeiten und Unternehmen, die bisher Industriegüter für zivile Zwecke hergestellt haben, künftig Waffen produzieren werden.« (Aus: Die Welt vom 15. März 2025: »Wir müssen unser Denken in Europa jetzt auf Kriegswirtschaft umstellen«.)

Wir rufen auf:

Beteiligt euch an den Ostermärschen! Ostermärsche in unserer Umgebung:

Chemnitz Karfreitag, Auftaktkundgebung: 10 Uhr, Neumarkt, anschl. Demo durch die Innenstadt

Ansbach Karsamstag https://de-de.facebook.com/friedensbuendnisAN/

Nürnberg Ostermontag – Sternmarsch mit verschiedenen Auftaktkundgebungen; Abschlusskundgebung 15 Uhr Kornmarkt https://friedensforum-nuernberg.de/ostermarsch-2025/ostermarsch-programm-2025/

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Ostermarsch 2025 – Für Frieden, jetzt erst recht!

18. März 2025

Wir sagen JA zum Frieden
JA zu Diplomatie statt Kriegspolitik und Waffenlieferungen
JA zu Waffenstillstands- und Friedens-Verhandlungen
JA zum Stopp aller Kriege
JA zum Widerstand gegen die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen
in Deutschland
JA zum Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland
JA zur Kündigung von NATO-Truppenstatut und Aufenthaltsvertrag für US-Truppen
JA zu Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit
JA zu Investitionen in Soziales, Gesundheit, Klima- und Umweltschutz, Bildung und Kultur statt Milliarden für Hochrüstung
JA zum Widerstand gegen Kriegshetze und Militarisierung der Gesellschaft
JA zum Recht auf Asyl – Kriegsdienstver­weigerer und Deserteure eingeschlossen
JA zur Erziehung zum Frieden statt Reaktivierung der Wehrpflicht
JA zu einer europäischen Sicherheitsarchitektur mit Russland

(Berliner Ostermarsch-Aufruf 2025)

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